Karnoll appelliert an die Mitglieder

Zahlreiche Ehrungen prägen die Jahreshauptversammlung

Bild: Philipp Reimer

Bericht: WN/OZ vom 14.09.2021 mit Korrekturen

Birkenau. Der TSV Birkenau bestätigte seinen Vorstand im Amt. Werner Karnoll wurde als Kassenwart und Paul Böhm als Schriftführer einstimmig wiedergewählt. Beide übernehmen die Aufgaben des Zweiten Vorsitzenden Rainer Heckmann, der für eine weitere Legislaturperiode nicht zur Verfügung stand.

Heckmann begrüßte die Mitglieder des TSV in der Langenbergsporthalle zur Jahreshauptversammlung des Vereins. Unter den Gästen befanden sich auch Bürgermeister Milan Mapplassary und dessen Amtsvorgänger Helmut Morr. Böhm sagte, dass er zwar für eine weitere Legislaturperiode zur Verfügung stehe, dennoch müsse der TSV engagiertes Personal für die Vorstandsarbeit gewinnen. Es müssten Antworten gefunden werden, wie die etablierten Vereinsstrukturen den derzeitigen Gegebenheiten anzupassen sind, etwa durch das Verteilen der Verantwortung auf viele Schultern. Die Mitglieder wählten Sophie Platzer und Anna Kilian zu Kassenprüfern.

Prognose sehr schwierig

Werner Karnoll war zuvor in seinem Bericht auf die Vereinsarbeit in den vergangenen eineinhalb Jahren eingegangen, die auch für den Birkenauer Turn- und Sportverein maßgeblich von der Covid-19-Pandemie geprägt waren. Seit Mitte dieses Jahres ruhe der Spielbetrieb des TSV wieder, nachdem lediglich im vergangenen Herbst ein Sport- und Trainingsbetrieb möglich gewesen sei. Eine Prognose für die laufende Saison zu geben, gestalte sich schwierig. Der Grund: Eine geänderte Klasseneinteilung, aber auch personelle Veränderungen im Kader der TSV-Mannschaften. Karnoll informierte die Mitglieder über den Verkauf der Spielbetriebs-GmbH.

Der Spielbetrieb der ersten Handballmannschaft sei ab der neuen Saison wieder ganz unter dem Dach des Vereins. Das führe zu Einsparungen bei finanziellen Posten wie Lohn- und Finanzbuchhaltung und der Steuererklärungen, die sich auf rund 5000 Euro belaufen hätten. Ausreichend Handball-Schiedsrichter zu stellen, um eventuellen Verbandsstrafen zu entgehen, dieses Thema sei erhalten geblieben und müsse dringend bearbeitet werden.

Denger soll Gespräche führen

Bezüglich der Zukunft des vereinseigenen Geländes, dem Sportplatz auf dem Tannenbuckel, informierte Karnoll die Mitglieder, dass TSV-Ehrenpräsident Peter Denger beauftragt wurde, Gespräche über eine Folgenutzung oder einen Verkauf des Geländes zu führen, das nicht mehr für sportliche Zwecke benötigt werde. Würden sich konkrete Ansätze für eine Lösung in dieser Frage ergeben, würden diese in einer Mitgliederversammlung vorgestellt und entschieden.

Unerfreulich sei, dass immer weniger Mitglieder bereit seien, Verantwortung im Vorstand oder als Abteilungsleiter zu übernehmen. „Wenn sich strukturell nichts ändert, wird das meine letzte Amtszeit sein“, sagte Karnoll. Der TSV brauche Menschen, die in die Verantwortung gehen, ansonsten sei der Verein nicht zu erhalten. Erfreulich hingegen sei die Fertigstellung des Gymnastikraumes im ehemaligen Hallenbad, die dank einer Kooperation mit der Gemeinde und viel ehrenamtlichem Engagement gelungen sei.

Ein Gymnastikraum, der auch ein kleiner Teil der Lösung eines großen gesellschaftlichen Problems sein könnte, wie Ehrenpräsident Denger ausführte. Er wies auf den Bewegungsmangel hin, der das Freizeitverhalten Kinder und Jugendlicher derzeit prägten und von dem 80 Prozent der 6- bis 15-jährigen betroffen seien.

Denger plädierte in diesem Zusammenhang dafür, das Gelände um die Langenbergsporthalle als möglichen Standort der derzeit diskutierten neuen Kindertagesstätte in Betracht zu ziehen, beispielsweise durch eine bauliche Erweiterung der gemeindlichen Kindertagesstätte „Kleine Strolche“. Durch eine Kooperation des Vereins und der Gemeinde könnten die Kindergartenkinder an diesem Standort die Trainingsmöglichkeiten in den Hallen nutzen und so ein zusätzliches Bewegungsangebot erhalten.

Heckmann informierte die Mitglieder über eine Projektidee des Vorstands, die Zusammenarbeit mit einem Studenten der Sportökonomie anzustreben. Innerhalb von 18 Monaten sollen gemeinsam Konzepte zum Umgang mit der demografischen Entwicklung und den Vereinsstrukturen gefunden werden. uf

Ehrungen

Zum Ehrenmitglied wurden ernannt Christel Eschwey, Elfriede Brehm, Elke Denger, Gretel Wittmershaus, Gertrud Winterbauer, Claus Heckmann, Dieter Jakob, Doris Stadler, Gisela Fritsche, Hans Eschwey, Helga Denger, Liesel Jöst, Margitta Berg, Michael Basler, Norbert Gerbig, Roland Jüllich, Rudolf Etzdorf, Werner Unrath, Willi Schrödelsecker, Ute Zwipf

75 -Jahre Mitgliedschaft: Georg Pflästerer

70-Jahre Mitgliedschaft: Dieter Klein, Frieder Grünwald, Fritz Kadel, Rudolf Schmitt, Albert Korgitta, Gerhard Fuchs, Hans-Gerhard Müller, Hans-Juergen Sattler, Herbert Kober, Klaus Bechtold, Klaus Fändrich, Nikolaus Stein, Ludwig Müller, Siegfried Kadel, Stephanie Weygoldt, Walter Stein, Werner Ziener, Willi Steffan, Wolfgang Stief, Wolf Dieter Becker

60-Jahre Mitgliedschaft: Gerda Stephan, Gisela Fritsche, Helmut Kinscherf, Hermann Jakob, Manfred Erhard

50-Jahre Mitgliedschaft: Christel Eschwey, Elfriede Brehm, Elke Denger, Gretel Wittmershaus, Hans-Werner Spilger, Karl Brehm, Thomas Ritzert, Jürgen Fischer, Gertrud Winterbauer, Astrid Hoch, Brigitte Schneider, Doris Stadler, Elke Morgenstern-Morr, Ingrid Hofmann, Liesel Jöst, Norbert Brehm, Rudolf Etzdorf, Willi Schrödelsecker

25-Jahre Mitgliedschaft: André Tritsch, Caroline Fey, Daniela Fey, Erik Fremr, Gerrit Fey, Lisa Holland, Ute Teutsch, Carolin List, Darja List, Elke Laßlop, Klaus Wolfrum, Laura Jüllich, Rita List, Sascha Tritsch, Stefan Sauer, Thomas List, Tobias List, Ursula Fritsch, Vanessa Falter

Bericht: WN/OZ vom 14.09.2021 mit Korrekturen

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