Ein großer Tag für den TSV Birkenau

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Man nehme 45 Tonnen Stahl, 10000 Steine, 500 Kubikmeter Fertigbeton vermische das ganze mit viel Enthusiasmus, Mühe und Überzeugungskraft, rührt noch ausreichend finanzielle Mittel, unendlich viel Geduld und guten Mut aber vor allem eine sichere Verhandlungshand hinzu: Fertig ist die Lösung des Sportstättenproblems des TSV Birkenau und der Langenbergschule.

Knapp ein Jahr nach dem ersten Spatenstich wurde die neue Trainingshalle des TSV Birkenau ihrer Bestimmung übergeben. Die festlich geschmückte Halle war gefüllt mit Neugierigen, mit Mitgliedern der örtlichen und benachbarten Vereine, und mit namenhaften Ehrengästen aus Sport, Kommunal-, Landes- und Bundespolitik. Sie alle waren hinauf zum Langenberg gekommen, um das Schmuckkästchen des TSV Birkenau zu begutachten. Mit viele Namen bezogen sich die Redner am ersten öffentlichen Tag auf die neue Sportstätte der Gemeinde; und die waren recht bildhaft: „Die Akropolis vom Langenberg“, wie Landrat Matthias Wilkes die 9500 Kubikmeter umbauten Raum in seinen Grußworten nannte, oder aber „der schwere Rucksack“, den man nach der Bergtour an der Hütte abstellt, so das Bild, das TSV-Präsident Peter Denger für das Projekt bemühte.

Hermann-Sattler-Halle

In Zukunft aber wird sie den Namen Hermann-Sattler-Halle tragen. Eines Unternehmers, dessen Firma die Ballspieltrainingshalle innerhalb nur eines Jahres zur schlüsselfertigen Übergabe brachte, der maßgeblich an dem Mammutprojekt beteiligt war, der von Anfang an alles darangesetzt hatte, das Gebäude innerhalb der gesetzten Frist und in dem knappen Kostenrahmen fertig zu stellen, das von nun an den Schülern der Langenbergschule und auch den Mannschaften des TSV Birkenau ein Dach über dem Kopf bietet.

Beispielhafter Einsatz

Denger dankte dem Unternehmer für dessen Engagement, ohne das “ wir uns nicht an diese Aufgabe herangewagt hätten“. Die persönliche Einsatz Sattlers und seine Unterstützung bei diesem Projekt sei ebenso beispielhaft erfolgt, wie in den 40 Jahren zuvor, als der neue Namens-Pate sich als Mannschaftsbetreuer und Handballabteilungsleiter für den TSV eingebracht hatte und auch bei anderen Bauprojekten wie der Tennis- oder der Reitanlage Birkenau mit Rat und Tat zur Seite gestanden habe.

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Der Beschluss des Vorstandes die Trainingshalle nach Hermann Sattler zu benennen, solle Anerkennung dieser Lebensleistung des Unternehmers für den Sport in Birkenau sein, sagte Denger, der in seiner Rede noch einmal die Stationen des Hallenbaus Revue passieren ließ.

Denger sprach den Helfern und Unterstützern des Projektes den Dank des Vereins aus, dessen Umsetzung notwendig gewesen sei, um bleibenden Schaden vom Verein und von der Sport treibenden Bevölkerung fernzuhalten.

Denger erinnerte an die unzureichenden Sport- und Trainingsbedingungen für den TSV Birkenau, die ein Jahrzehnt lang Thema gewesen seien

„Der Bau der Halle hat viel Kraft und Zeit gekostet, aber „es hat sich gelohnt“, sagte der Präsident. Dem schloss sich auch Landrat Matthias Wilkes an“ im Namen der viele hundert, vielen tausend junger Menschen, die in Zukunft hier die Möglichkeit haben werden Sport zu treiben“, gratulierte Wilkes dem TSV Birkenau für das Geleistete. Der Bau der Trainingshalle des TSV Birkenau war aber auch mehr: Ein konfliktträchtiges Stück Birkenauer Kommunalpolitik.

Entscheidung der Gemeinde

Der Gemeindevertreter-Vorsitzende Hans Heckmann erinnerte an die politschen Verquickungen, an deren Ende aber doch die Entscheidung der Gemeinde stand, den Bau der Halle zu unterstützen. Der Bau der Hermann-Sattler-Halle ist aber auch ein Musterbeispiel an Eigeninitiative eines Sportvereins, für welches das Präsidium des TSV um Peter Denger und Werner Stief maßgeblich verantwortlich zeichnet.

Bündelung aller Kräfte

Das Ergebnis einer erstaunlichen Bündelung gesellschaftlicher Kräfte. Denn nicht nur der Bau der Halle forderte viel an Koordination und Motivation aller verfügbaren Kräfte. Es galt für den Verein das Projekt im rauen kommunalpolitischen Geläuf der Diskussion um den Investitionshaushalt für Sportstätten der Gemeinde Birkenau durchzusetzen um den ersten Spartenstich am Langenberg durchführen zu können.

Peter Denger und Werner Stief gingen dies mit einem Plan an, der den Bau einer Halle schnell, wirtschaftlich günstig und bis ins kleinste Detail nachprüfbar und machbar erschien. Sie schafften es sowohl den Badischen Sportbund und den Kreis Bergstraße zur finanziellen Unterstützung zu bewegen, addierten einen gehörigen Eigenanteil des Vereins hinzu, akquirierten viele Spender. So überzeugten sie schließlich die Gemeindevertretung und auch den Gemeindevorstand von ihrem Anliegen.

Buntes Rahmenprogramm

Bei den Feierlichkeiten zur Einweihung der Sportstätte hatte der TSV Birkenau ein buntes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt, das von den Jagdhornbläsern Birkenau eröffnet wurde.

Der älteste Verein der Gemeinde, der Männergesangsverein Eintracht, sowie der Junge Chor des Volkschors Birkenau, der für diesen Anlass ein besonderes Ständchen getextet hatte, sorgten für ein abwechslungsreiches musikalisches Rahmenprogramm.

Für optischen Augenschmaus sorgten die Mitglieder der Tanzsportabteilungen in zwei Aufführungen: Zuerst legten drei Damen der Jazztanzgruppe zur Musik der Formation „Snap“ den Song „Rhythm is a dancer“, eine Choreographie im Modern Dance Style, aufs Parkett; sie zeigten, dass sie sowohl die Wettkampffiguren richtig gut beherrschen, ließen aber auch eine Menge Kreativität bei den vielen Hip-Hop Elemente aufblitzen. Eine echte Werbung für den Tanzsport war auch der Auftritt der frisch gegründeten „Discofox Tanzgruppe“ des TSV.

Quelle: WNOZ.de

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