Die „Ferwaltung“ hat die Nase vorn

Gemeinsam feiern bedeutet auch gemeinsam spielen – jedenfalls bei der Birkenauer Kerwe. Schon seit Jahren lassen sich die Macher des Volksfestes von den drei örtlichen Vereinen, VfL, Volkschor und TSV, für den Sonntag auf dem Platz La Rochefoucauld spritzige Unterhaltungsshows einfallen, um in den frühen Abendstunden gemeinsam mit dem Publikum zu feiern.

Nach „Kerwe-wetten-dass“ und „Die perfekte Kerwe-Minute“ hatte sich das Team um die Moderatoren Herbert Iselin und Jochen Doering in diesem Jahr eine Herausforderung ausgedacht, die weniger Geschicklichkeit und Koordination der Kandidaten aus den Reihen örtlicher Vereine und Institutionen sowie der kommunalen Politik auf die Probe stellte. An diesem Tag war Wissen gefragt. Zugegeben, eine gehörige Portion Glück gehörte auch dazu, um beim Fragespiel „Wer kennt Birkenau“, am Ende den erstmals ausgelobten Kerwewanderpokal siegreich in die Höhe recken zu können.

Und auch dieses Mal schaffte es Bürgermeister Helmut Morr, der zusammen mit Gemeindevertreter Gerhard Scheuermann das Team „Ferwaltung“ bildete, das wie alle Teams in diesem Fall mit einem F als Anfangsbuchstaben geschrieben wurde, und der – wie schon im Jahr zuvor – am Ende die Nase ganz vorne hatte. Zuvor hatten sich die fünf Teams, „Ferwaltung“, „Fraktion“, „Flugball“, „Flügel“ und „Fasching“, die Köpfe über skurrile, aber findige Fragen zu zerbrechen. Es war eine muntere Quizreise, die mit Begebenheiten und Örtlichkeiten in Birkenau begann, und dann quer durch die Gemeinde und alle Ortsteile führte und selbst Kennern der Sonnenuhrengemeinde schnell die Grenzen aufwies.

Eine Woche lang waren Iselin und Doering in „geheimer Mission“ unterwegs gewesen, hatten akribisch gezählt, gemessen und recherchiert, um bislang unergründete Geheimnisse der Gemeinde zu enthüllen. Herausgekommen waren zehn Fragen, für die die fünf Teams – je nach Genauigkeit der Antwort – zwischen fünf und einem Punkt einheimsen konnten.

Los ging das Quiz in Birkenau, bei dem gefragt war, wie viele Parkplätze Aldi und Edeka-Bylitza gemeinsam anbieten und wie viele Lehrer an allen drei Birkenauer Schulen insgesamt beschäftigt sind. Dann ging es in den „subtropischen Ortsteil“, wie Iselin sagte, der die Anzahl der Papageien wissen wollte, die in der Orchideenzucht Netzer in Hornbach leben. Kein Problem für das Team „Flügel“, bei dem der Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins Robert Jüllich und Kassenwart Johannes Uhl den besten Tipp abgaben.

In Reisen galt es der Zahl 750 am nächsten zu kommen. Ebenso viele Glasbausteine sind dort in der Südhessenhalle verbaut worden. Dass der liebe Gott eine schützende Hand über die Narren hält, bewies das Team „Fasching“, für die die BCV-Karnevalisten Rüdiger Holch und Wolfgang Horle ins Rennen gingen, und die am genauesten tippten, wie viel Wasser in das Taufbecken der Kirche in Nieder-Liebersbach passten.
Einziger Volltreffer

Den einzigen Volltreffer des Abends landete das Team „Fraktion“, in dem die Gemeindevertreter Stefan Roewer und Jochen Kruse Rede und Antwort standen und die wussten, dass es genau 33 Straßenlaternen sind, die auf der rechten Seite der Hauptstraße zwischen Ortsausgang Reisen und Ortsausgang Birkenau standen. Über „Klein Ischgl“, den Ortsteil Löhrbach, am besten Bescheid wusste das Team „Flugball“ vom Tischtennisverein Birkenau. Nadja Seiler und Stefan Hördt kamen der geforderten Zahl der 35 Halte- und Zugbügel am Skilift in Schnorrenbach am nächsten.

Zurück in der Kerngemeinde, galt es für die Kandidaten, die Anzahl der Stufen zu tippen, die von der Bäckerei Kadel hinauf zum Sportplatz des TSV auf dem Tannebuckel führen, es galt zu wissen, dass es bemerkenswerte 1027 Orgelpfeifen sind, aus denen die Melodien der evangelischen Kirche klingen, und zu erraten, dass das im Volksmund „Hammelsbrücke“ genannte Bauwerk über die beeindruckende Zahl von 300 Längsstreben verfügt.

Die traditionelle Spielshow am Kerwesonntag war einmal mehr ein prima Auftakt für gesellige Stunden im Herzen der Sonnenuhrengemeinde.

Quelle: WNOZ.de

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